Ursachen und Therapiemöglichkeit bei Kalkschulter (Tendinosis calcarea)

Die Kalkschulter hat nichts mit einer Arterienverkalkung zu tun. Bei einer Kalkschulter haben sich Calcium-Kristalle in der betroffenen Sehne des Schultergelenks abgelagert, was je nach Ablagerungsmenge zu sehr schmerzhaften Entzündungen und mechanischen Bewegungseinschränkungen führt. Heute ein klassischer Fall für den OP-Tisch.

Alternativ dazu hat jedoch die Stoßwellen-Therapie großen Erfolg gezeigt:
Stoßwellen sind hohe Druckimpulse mit starkem Druckanstieg (über 100 bar Druck in wenigen Nanosekunden) und anschließendem Druckabfall dem zum Ende hin ein Zug folgt. Dies regt die Zellen zur Regeneration an und hemmt Entzündungen.

Diese Therapieform hat hauptsächlich bei Folgebeschwerden von Verletzungen und zu starker Beanspruchung des Bewegungsapparates, wie Tennisellenbogen, Fersensporn, schwer heilende Frakturen und Kalkschultern, Erfolg gezeigt.

Kann der natürliche Heilungsprozess nicht eintreten, so kommt es langsam zu einer Versteifung des Schultergelenks. Durch die Stoßwellentherapie (ca. 5 Sitzungen a 10 Minuten) wird die Kalkablagerung „zerrieben“ und das schlechte Sehnengewebe abgebaut. Zeitgleich wird über Monate hinweg die Anregung von neuem, natürlichem Sehnengewebe veranlasst. Es ist also Geduld gefragt.

Quelle: firmen-ntv

 

Kommentar zum Krankheitsbild und der Möglichkeit einer Stoßwellentherapie von Dr. med. Achim Hedtmann, Chefarzt Orthopädie Klinik Fleetinsel

 

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