Rückenschmerzen? Vielleicht sind die Zähne schuld!

Wenn Sie in die Enge kommen – Pressen, Knirschen, Hörsturz, Tinnitus

LEIDER IST ES WAHR…

80% der Bevölkerung leiden unter Rückenschmerzen und Stress. Dies kann zahlreiche Ursachen haben wie langes Sitzen, einseitige Belastung, haltungsbedingte Verspannungen, eine schwache Rumpfmuskulatur oder eine verletzungsbedingte Schonhaltung.

Aber wussten Sie, dass auch Ihre Zähne und Ihr Kiefer enorme Auswirkungen auf Ihre Wirbelsäule haben? Zwischen Zähnen, Kiefer, Kopf und Wirbelsäule wirkt eine sehr sensible Balance. Wird diese durch eine der im Folgenden genannten Ursachen gestört, so können sich die daraus entstehenden Probleme direkt auf Ihren Rücken auswirken.

GRUNDSÄTZLICHES

  • Jeder Zweite in Deutschland knirscht oder presst gewohnheitsmäßig so stark mit den Zähnen, dass eine Therapie notwendig scheint
  • Die meisten Patienten wissen nichts von dieser kraftvollen Fähigkeit, mit ihren Zähnen umzugehen
  • Meist erfahren die Patienten erst über Umwege von ihrer zerstörerischer Aktivität in ihrem Mund
  • Schmerzen in der Ohrgegend, Halswirbelsäulen-probleme, Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus (Ohrgeräusche), Hörsturz, Übelkeit oder Gelenkknacken, sind nur einige Beschwerden, die sie zu einem Praxisbesuch treiben
  • Mit unterschiedlichster Diagnostik wird dann meist der Ausgangspunkt in den Kiefergelenken und/oder der Kaumuskulatur gefunden
  • Therapieansätze sind sehr vielschichtig

URSACHEN

Ganzheitlich betrachtet liegen die Ursachen meist in der medizinisch als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichneten Kiefergelenkverschiebung, welche durch eine falsche Zahnstellung oder auch durch Stress (häufigste Ursache) verursacht werden kann. Verändert sich die Zahnstellung negativ durch stressbedingtes Knirschen oder Pressen, schlecht platzierte Füllungen, Kronen, Brücken, Implantate oder Zahnprothesen, so versucht der Körper dieses Problem durch eine Veränderung der Kiefer- und Kopfhaltung auszugleichen, was sich direkt auf die Nackenmuskulatur und die Wirbelsäule auswirkt. So wirkt die falsche Körperhaltung am Schreibtisch ebenso wie die falsche Zahnstellung zu anhaltenden und oft sehr schmerzhaften Fehlhaltungen und Verspannungen.

UNSERE SICHTWEISE

Die Ursache ist mit ganzheitlichem Blick zu suchen. Das Pressen und Knirschen sind aus Sicht erfahrener Mediziner nur die deutlichsten Anzeichen von einem sich im ganzen Körper auswirkenden „Verlust der Mitte“. Die Behandlung muss also sowohl am ganzen Menschen (Körper, Geist, Seele) als auch lokal am Kiefergelenk und in der Kaumuskulatur ansetzen, welches die zu diesem Zeitpunkt am meisten betroffenen Organe sind.

Unbehandelt kann das Ganze zu anderen gravierenden Symptomen führen. Hierzu zählen Herz-Kreislauf-Probleme, Blutdruckprobleme u.v.m.

Die aus unserer Sicht ideale Therapie sieht einen dreigliedrigen Ansatz:

  1. Osteopathischer Ausgleich durch Cranio-Sakral-Therapie
  2. Komplexe Schienentherapie in Abstimmung mit den osteopathischen Fortschritten
  3. Gesprächs- und Entspannungstherapie im seelischen Ursachenbereich

THERAPIEBESTANDTEILE IM EINZELNEN

  1. Osteopathie (Cranio-Sakral-Therapie)

Diese Therapie versucht die gesamte Wirbelsäule, den gesamten Knochenapparat und die vielen sehnenartigen Verbindungen im Körper in ihre im gesunden Zustand vorliegenden und messbaren Pulsationen zurückzuführen. Die Pulsationen sind das feinste Maß der organischen Harmonie im Körper, und damit ein Maß für den gesunden lebenden Körperrhythmus. Eine Schienentherapie ist nicht von anhaltendem Erfolg gekrönt, wenn nicht parallel eine osteopathische Arbeit am Patienten durchgeführt wird. Der riesige Erfolg der Osteopathie ist der Grund für die ungeheure Verbreitung dieser Therapie auf der ganzen Welt.

  1. Schienentherapie
  • Eine Schiene sorgt für eine ausgeglichene Kauflächensituation und unterbricht durch eine geringe Erhöhung des Schlussbisses bestimmte Gewohnheiten
  • Sie entlastet damit die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur
  • Die Schienentherapie kann lokal durch Massagen und Übungen ergänzt werden
  • Eine Schiene im Mund sollte immer möglichst ganztags getragen werden. Jede Stunde in der eine Schiene nicht getragen wird, vernichtet den Therapieerfolg einer ganzen Stunde
  • Schienen müssen regelmäßig kontrolliert werden und am besten direkt nach einer vorausgegangenen osteopathischen cranio-sakral-therapeutischen Behandlung eingeschliffen werden

WEITERE WICHTIGE ERGÄNZENDE MAßNAHMEN

  • Tiefenentspannung durch sanfte Fußmassage (Ziel ist eine Entschleunigung und Entstressung)
  • Gesprächstherapie nach Professor Farrely (Ziel ist es selbstschädigende Verhaltensweisen mit Humor abzubauen)

WAS KÖNNEN SIE SELBST SOFORT TUN?

Für das Kiefergelenk:

  • Den Mund und die Zähne leicht geöffnet halten
  • Die Kaumuskulatur massieren
  • Keine extremen Kaufbewegungen
  • Kein bewusstes Pressen und Knirschen

Für den Rhythmus im Leben und damit für Sie als ganzen Menschen:

  • Feste Zeiten im Tagesablauf
  • Ausreichend Schlaf
  • Singen
  • Atemtherapie
  • Schwimmen, Walken
  • Qi Gong
  • Yoga
  • Herzmeditation
  • Trinken, Kauen u.v.m

Diese Information entstand in Zusammenarbeit mit
Dr. Helge Runte, der in seiner Praxis täglich zahlreiche Patienten mit den genannten Problemen empfängt.

Dr. med. dent. Helge Runte
Ganzheitliche Zahnheilkunde
Marienstraße 21
72827 Wannweil
www.zahnarzt-runte.de

„Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen“